Über Sixtus

Guten Tag! Hier erstmal die Kompaktversion für die Eiligen: Ich heiße Mario Sixtus; ich lebe und arbeite hauptsächlich in Berlin und ein wenig in Hong Kong; ich blogge, ich produziere Fernsehen und Web-Videos; ich schreibe – meist über das Internet und über den Digitalen Wandel; ich rede bisweilen in aller Öffentlichkeit, ich belichte Sensoren, und wenn man will, dann kann man mir schreiben oder mich anrufen. Alle möglichen Fakten in mehr oder minder übersichtlicher Tabellenformatierung finden Sie im Übrigen auch unter Sixtus.me, auf Xing oder auf LinkedIn. Ansonsten kann man mich häufig auf Twitter oder auf Facebook antreffen, oder draußen beim Laufen.

Und falls Sie etwas mehr Zeit mitgebracht haben sollten: Nun folgt die epische Variante.

Leben und arbeiten (Symbolbild)

Ich habe mich mein ganzes bisheriges Leben erfolgreich davor gedrückt, einen einzigen eindeutigen und andauernden Beruf zu ergreifen. Eine Attitüde, die durch den Umstand begünstigt wurde, dass ich praktischerweise auf jegliche traditionelle Berufsausbildung verzichtete und mich ausschließlich autodidaktisch, non-linear und selbständig – stets die Gefahr einer drohenden Festanstellung weiträumig umschiffend – durchs Berufsleben bewege.

Katze in Hong Kong: hat zwar nicht wirklich etwas mit diesem Text zu tun, Bilder von Katzen können aber nie ganz falsch sein – im Internet schon gar nicht.

Die Chancen stehen ganz gut, dass Sie mich in erster Linie als Elektrischen Reporter kennen, eine Persona, die ich von 2006 bis 2016 verkörperte und die darüber berichtete, wie das Internet unsere Welt verändert; zunächst als Web-Video-Reihe, ab 2008 dann im Fernsehen auf ZDFinfo. Seit 2016 produziere ich in der Hauptsache Dokumentarfilme für ZDFinfo und für Arte. Mehr zu meinen Bewegtbildprojekten habe ich für Sie hier aufgeschrieben.

Elektrischer Reporter - ZDFinfo

Elektrischer Reporter – acht Jahre lang jeden Donnerstagabend auf ZDFinfo

Apropos aufschreiben (1): Nach einer rund mehrjährigen Pause betreibe ich ab sofort wieder ein Blog und schreibe dort ungefähr alles rein, was aus mir raus will. Das Blog soll aber nicht nur ein reiner Text-Output-Kanal werden, sondern auch als eine Art Zentrale des Dezentralen funktionieren: Ich werde versuchen, dort auch meine Web-Aktivitäten auf Flickr, Instagram, Twitter, etc., automatisiert einfließen zu lassen, damit Sixtus.net eine One-Stop-for-all-Sixtus-Dingens-Resource wird.

Blog (Symbolbild)

Apropos aufschreiben (2): Bevor ich Bilder laufen gemacht habe, habe ich hauptberuflich geschrieben, in Zeitungen, in Zeitschriften und ins Netz hinein. Mehr über meine Schreiberei habe ich für Sie hier aufgeschrieben.

Für wen Schreiber schreiben: Leser

Bisweilen tauche ich in alten Medien als “Internet-Experte” auf, als “Social-Media-Profi”, als “Web-Persönlichkeit” oder schlicht als “Blogger”. Das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” nannte mich einmal “den deutschen Netzpropheten”, und bis heute weiß ich nicht, ob es damit eher “Visionär” oder“Spinner” meinte – oder beides. Der Einfachheit halber nenne ich mich meist Journalist und Autor.

Einmal fühlen wie ein Auslandskorrespondent: Herr Sixtus auf 3sat, live zugeschaltet aus Paris

Man kann mich mieten, für Reden, Vorträge und Keynotes. Mehr dazu steht hier. Ich lasse mich bisweilen auch als Berater für Digitalprojekte anheuern – das allerdings nur, sofern mich das jeweilige Projekt wirklich interessiert.

Herr Sixtus redet

Wenn ich gerade nicht schreibe, rede oder Fernsehen produziere, halte ich gerne unbewegte Bilder fest: Warum, was, wie und womit ich fotografiere, und was ich damit noch vorhabe, das steht hier. Eine Auswahl meiner Fotos finden Sie auf Flickr. Falls Sie gerne Abzüge, Poster, Drucke oder sonstige dingliche Inkarnationen meiner Bilder hätten, so erhalten Sie diese bequem auf Sixtus.pics. Lebensmittelfotos und Smartphone-Schnellschüsse aller Art landen hingegen auf Instagram.

Fotografieren gerne: Menschen

Im Sonstigen bin ich Gründungsmitglied der “European Web Video Academy”, die jährlich den deutschen Webvideopreis vergibt. In der dazugehörigen Jury saß ich von 2011 bis 2013. Anno 2010 war ich obendrein Jury-Mitglied beim Viral Video Award, 2013 und 2014 saß ich in der Jury des Wissenschaftsvideo-Preises Fast Forward Science. Beim Grimme Online Award war ich mehrfach Mitglied der Jury und der Nominierungskommission. Auf der Verleihung des Preises “Das goldene Brett” der österreichischen “Gesellschaft für kritisches Denken” durfte ich 2012 in Wien die Laudatio auf Harald Walach halten. Ich bin Mitglied der GWUP und Gründungsmitglied der C3S.

Kann auch loben: Herr Sixtus bei einer Laudatio

Anno 2008, als ich noch Haare auf dem Kopf hatte, also vor umgerechnet 116 Internet-Jahren, verfasste der NDR-Journalist Robert Bongen ein Portrait über mich, das ein Jahr später im Buch “Die Alpha-Journalisten 2.0” erschien. Falls sie dieses neunseitige Text-Bildnis trotz seines biblischen Alters interessiert, finden sie es hier als PDF.

Lange her

Für den Fall, dass Sie Ihren eigenen Sixtus klonen möchten: Bitteschön, hier liegt mein Genom.

Genfoschung ist toll!

Apropos selbermachen: Hier finden Sie meinen Wikipedia-Eintrag. Sollten Sie Verbesserungsvorschläge haben: einfach selber machen.

Wikipedia (Symbolbild)

Ich war sehr, sehr lange ein sehr, sehr intensiver Raucher: 60 bis 80 Zigaretten am Tag waren mein Normalverbrauch. Im Mai 2012 habe ich dann eine Vollbremsung eingelegt und rauche seither genau null. Das war etwa zwei Monate lang recht schwierig, danach ging es einigermaßen, und mittlerweile denke ich täglich ungefähr nie an eine Zigarette.

Dereinstiger Dauerzustand: Sixtus raucht

Dereinstiger Dauerzustand: Sixtus raucht

Apropos Sucht: Etwa drei Monate, nachdem ich diese eine Sucht los geworden bin, habe ich mir eine neue zugelegt: das Laufen. Mein erster Laufversuch führte mich rund drei Kilometer an der Düssel entlang, dem namensgebenden Flüsschen Düsseldorfs. Von wirklichem Laufen kann allerdings keine Rede sein: Als jemand, der sein Leben lang in etwa so sportlich war wie eine Gehwegplatte, musste ich alle 50 Meter stehen bleiben, mich am Düsselgeländer festhalten und die Enten anhusten, die empört zurückquakten. Es war furchtbar, es war entsetzlich, es war katastrophal. Im Juni 2013, zehn Monate nach meinem peinlichen Düssel-Enten-anhust-Erstlauf bin ich den San Francisco Marathon gelaufen. Weitere acht Monate danach (nach insgesamt 208 Trainingsläufen und 2.692 Kilometern) den Tokyo Marathon. Danach Boston (mit Aua-Knie)Berlin und Helsinki. All das verdanke ich meinem großen Lauf-Vorbild: Forrest Gump.

Februar 2014, Tokyo Marathon: als Spiderman im Land der Mangas

Februar 2014, Tokyo Marathon: als Spiderman im Land der Mangas

Und sonst so?

Ich begreife mich als politischen Menschen – obwohl ich mit Parteipolitik eher nichts zu tun habe. Ich habe beispielsweise lange gegen das so genannte “Leistungsschutzrecht für Presseverleger” angeschrieben  und zu diesem Zwecke auch Berliner Taxi-Kopfstützen betextet. (Letzteres war eine Aktion von Google, zu der ich unentgeltlich das entscheidende Textzitat beigesteuert habe, was einige Leute doof fanden, ich jedoch richtig.) Das wiederum veranlasste Christoph Keese, den damaligen außenpolischen Sprecher des Axel Springer Verlages, mit meinem Namen auf Google zu werben. Das war ein wenig bizarr.

Als Google mit mir Taxi fuhr

Als Google mit mir Taxi fuhr

Gemeinsam mit Alexander Lehmann habe ich im Sommer 2013 die anhaltende Debatte um die Neutzneutralität mit einem Kampagne-Video gegen die damaligen Plänen der Telekom angereichert. Das filmchen erwies sich als ausgesprochen erfolgreich und wurde 2014 für den deutschen Webvideopreis nominiert.

Und nun folgen ein paar unsortierte Sixtus-Faktoide.

Unsortierte Faktoide (Symbolbild)

Gegen die Politik der fortwährend angeheizten Terror-Hysterie, in deren Windschatten man wunderbar Grundrechte kastrieren und Überwachungsgesetze herbeiwünschen kann, richtete sich Ende 2010 das Projekt “Wir haben keine Angst” (Frankfurter RundschauTaz, jetzt.de, detektor.fm, News.de).

Irgendwann klebte sich irgendwer sogar den URL auf den Hintern seines Autos

Irgendwann klebte sich irgendwer sogar den URL auf den Hintern seines Autos

Einmal habe ich die „Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen“ wegen Verletzung von Urheberrechten abgemahnt.

Ich besitze kein Auto, und ich habe nie einen Führerschein gemacht.

Ich halte mich gerne in großen Städten auf und ausgesprochen ungern in kleinen Orten.

Große Stadt

Große Stadt

Ich mag keine Hunde, und ich verstehe nicht, warum sich Menschen einen Hund anschaffen, obwohl sie gar keine Schafherde besitzen.

Ich habe eine milde Form von Prosopagnosie, von Gesichtsblindheit. Ich kann mir ein Gesicht erst dann einigermaßen merken, wenn ich es drei, besser vier oder fünf Mal in unterschiedlichen Kontexten gesehen habe. Gesichter prägen sich mir einfach schlecht ein, ich vergesse sie auch leicht wieder. Das führt natürlich immer wieder zu für mich eher peinlichen Situationen. Etwa, wenn ich mich auf einer Konferenz stundenlang angeregt mit einer Person unterhalte, und am nächsten Tag an ihr vorbei gehe, ohne sie auch nur zu beachten.

Bei “Total Recall”, dem internationalen Festival des nacherzählten Films, habe ich mehrere Jahre lang das “ultimative Filmmusikquiz” moderiert, in Berlin, in Düsseldorf und in Zürich.

In meinem Personalausweis steht “Zadoc” unter “Ordens- oder Künstlername”, ein Überbleibsel aus der Zeit, als ich noch Musik machte.

Mittlerweile mache ich überhaupt keine Musik mehr, aber ich höre nach wie vor gerne welche. Hier meine Lieblings-Tracks auf Spotify.

Ich leide unter Küchenlegasthenie: Ich kann nicht kochen; mir brennt sogar Wasser an. Daher landet ein durchaus relevanter Teil meiner liquiden Mittel in Restaurants und bei Lieferdiensten.

Ich gehe gerne japanisch essen und empfehle in Berlin: Kuchi, Cocolo, Makoto, Izakaya Hashi, Marubi RamenULAAiko. Und wenn es chinesisch sein soll: Yumcha Heroes, AromaMing Dynastie.

Weiter im Text: Bewegte Bilder, Schreiberei, Vorträge, Fotografie, BlogKontakt.

Alles Übrige entnehmen Sie bitte der Suchmaschine Ihrer Wahl.

Referenzen

Autor: Mario Sixtus